Baselbriefing — 27. August
Baselbriefing — 27. August
Du hörst das Baselbriefing am 27. August von Basuhr.
Guten Morgen. Es ist Mittwoch.
Ich bin Franziska Zambach. Ich habe das Briefing geschrieben.
Das ist meine richtige Stimme vorgelesen.
Er wird zusammen von der KI.
Ein Leitung.
Es ist zwar schon eine Weile her,
aber ich mag mich noch gut an meinen ersten Schulweg erinnern.
Ich musste damals an einer Heiklenstelle die Hauptstraße überqueren.
Es hatte zwar einen gelben Streifen,
aber er war schlecht sichtbar,
und ich wurde fast von einem überholenden Auto überfahren.
Ich hatte Glück.
Aber dieser Vorfall hat mich stark geprägt.
Deshalb verstehe ich auch die Angst von Eltern,
wenn sie ihre Kinder allein zur Schule schicken.
In Basel gibt es viele Kreuzungen, die gefährlich sein können.
Seit ein paar Jahren bewirtschaftet der Kanton eine interaktive Karte
auf der Kreuzungen in verschiedene Kategorien eingeteilt werden,
grün, heißt unbedenkliche Kreuzung, dunkelblau bedeutet,
hier sollten Kinder nicht alleine drüber.
Eine Karte mit Fehlern.
Praktisch, nicht wahr?
Bei genauem Hinschauen ist uns jedoch aufgefallen,
dass gewisse Kreuzungen als grün gekennzeichnet wurden,
die nicht ungefährlich sind.
Beispiel Woltaplatz.
Dort gibt es mehrere Ampeln mit sogenanntem Konfliktgrün.
Fußgängerinnen haben Grün,
aber auch das abbiegende Autodaffaren.
Vorsicht, hier haben beide Grün.
Insgesamt gibt es über die ganze Stadt verteilt rund 160 Fußgänger
Innenstreifen, an denen Ampeln mit Konfliktgrün stehen.
Traurige Bekantheit erlang jene an der Kreuzung
ältsesser Straße, Hüninger Straße, als vor einem Jahr
dort ein Schüler von einem Lastwagen erfasst wurde und verstarb.
Wir haben die Kantonspolizei auf die falsch eingestuchten Kreuzungen
aufmerksam gemacht und die Polizei bestätigte,
dass die Karte Fehlerhaft sei.
Sie sei bereits 2014 durch die Verkehrsprevention der Kapo erstellt
und seite nur punktuell nachgeführt worden.
Eine laufende Aktualisierung sei mit den derzeitigen
Ressourcen kaum machbar, deshalb wurde die Verlinkung nun entfernt.
Mehr dazu findest du in den Show Notes.
Ein Wohnheim ohne Probleme.
Bedenken andere Art gab es, als vor einem Jahr bekannt wurde,
dass die Sozialhilfe das ehemalige Hotel Ballegra
im Neubart gekauft habe und darin unbegleitete minderjährige
Asylsuchende unterbringen werde.
Bei Bajur meldeten sich verunsicherte Anwohnerinnen,
die wissen wollten, was die Heimeröffnung für den privaten Spielplatz
bedeutet, der im Innenhof liegt, den das Hotel Ballegra
zusammen mit zwei Einfamilienhäuser reinbildet.
Die Diskussion ging soweit, dass sich die Sozialhilfe dazu
entschied, einen Spielplatzverbot in die Hausordnung des neuen
Wohnheims aufzunehmen.
Inzwischen leben die 16 Jugendlichen seit einem halben Jahr im Neubart
und der Betrieb laufe problemlos, sagt Sozialhilfe leiter
Ruydi-Illis zur Radio-Basilisk.
Die Jugendlichen fühlten sich angekommen im Quartier.
Mit der Nachbarschaft habe es vor den Sommerferien einen
positiven Austausch gegeben.
Zudem sei das Spielplatzverbot aus der Hausordnung entfernt worden.
Es sei nicht davon auszugehen, dass die minderjährigen Asylsuchenden
den Spielplatz nutzen, sagt İllis.
Sie seien in ihrer Freizeit eher im schützen Matpark
oder am Rhein-Bord anzutreffen.
Günstige Wohnungen in Basel.
Diese vier Zimmerwohnung an der Maulbeerstrasse 63 wird frei.
Sie kostet 1.810 Franken und hat 94 Quadratmeter.
Auch verfügbar ist eine Dreizimmerwohnung am Orma-Lingerweg 9.
Für 73 Quadratmeter zahlst du hier 1.445 Franken.
Diese und weitere Wohnungen findest du in den Show-Nodes
in unserer wöchentlich aktualisierten Liste.
Eine lobeshymne mit Nebengeräuschen.
Heute erht die Uni Basel den Philosofen Friedrich Nietzsche.
Anlässlich seines 125. Todes Tages und der Aufnahme
seines literarischen Nachlasses im UNESCO-Weltdokumentenerbe
gibt es an der Uni eine öffentliche Veranstaltung inklusive Gruswort
von Erziehungsdirektor Mustafa Artici.
Der Nietzsche ist eng mit Basel verbunden,
da er mit 24 Jahren als Professor für klassische Philologie
an die Uni Basel berufen wurde.
Nicht alle freuen sich über die Ehreung des wichtigen
aber umstrittenen Philosofen.
Als Frau finde ich es schade, wenn seine Frauenfeindliche Seite
unter den Teppich gekehrt wird, sagt Studentin Lilly zu 20 Minuten.
Und auch SP-Großretin Michaela Sijani findet,
man dürfe seine frauenverachtende Haltung auf keinen Fall ignorieren.
Wenn so ein Anlass unbedacht durchgeführt wird,
kann es passieren, dass man seine verwerflichen Haltungen anerkennt.
Hubert Thüring forscht an der Uni Basel über Nietzsche.
Zubajuhr sagt er, dass sich vor allem der späte Nietzsche
Miso-Gün äußerte.
Das müssen man aber auch im Kontext der damaligen Zeit sehen.
Anhand seiner Miso-Gunie kann man sehen,
wie genau er die Emanzipationsbewegung der Zeit erkannt
und analysiert hat wie kaum ein anderer.
So Hubert Thüring, Nietzsche Forscher.
Studentin Lilly störe nicht grundsätzlich
dass Nietzsche philosophischen Werke gewürdigt werden,
erklärt sie 20 Minuten.
Sie finde einfach, dass es nicht angemessen sei, ihn als Person zu feiern.
Was denkst du?
Du kannst in den Show-Nodes an unserer Umfrage teilnehmen.
Nietche Ehren oder Nietche Meiden.
Basler-Indestages
Basler-Indestages ist Herkli Bundi,
weil er über etwas redet, über das viele Schweigen, das Geld.
Der Regisseur stellt es in seiner Doku unser Geld in den Fokus
und versucht zu ergründen, woher die Macht des Geldes kommt
und was Geld mit uns macht.
Dazu spricht er mit den verschiedensten Menschen,
unter anderem mit einem Philosofen, einer Theologen,
Bänkerinnen und einem Bankräuber.
Denn Bundi will mit dem Tabu brechen.
Dass die Lema ist, entweder hat man Geld und sagt nichts.
Oder man hat keines und schämt sich etwas zu sagen,
erklärt er der Bezett und findet, damit müssen wir aufhören.
Ein erster Schritt dazu sei,
miteinander über Geld zu reden und so,
dem komplexen Thema ohne Angst ins Gesicht zu schauen.
Die Kurz-News
Zahlen statt Zölle
50 Milliarden Dollar will Roch in den USA investieren.
Jetzt werden erste konkrete Projekte bekannt.
So kündig die Basler-Farmafirma an,
eine große Anlage zur Herstellung von Medikamenten
gegen Stoffwechselerkrankungen in North Carolina bauen zu wollen.
Dafür will Roch 700 Millionen investieren.
Die neue Produktionsanlage soll 2009 und 20 in Betrieb gehen.
Details findest du in den Show-Nodes bei CH Media.
Neue Forderung für Förderung
Weil sich Swiss-Peas-Direktor Laurent Götchel positiv
über ein Startmodell im Nahen Osten äußerte
und ein Hamas-Verbot hinterfragte,
hatte der Landrat Ende 2023 die finanzielle Unterstützung
für die Friedensstiftung gestrichen.
Jetzt will Grün in Landrat Fredi Dinkl
diese Unterstützung wieder aufnehmen.
Sein Vorstoß ist für morgen tragtandiert.
Meldung wegen Menschenhandel
Eine 26-Jährige
hat am Freitag beim Bundesasylzentrum
an der Freiburger-Straße Schutz gesucht.
Sie gab an Opfer von Menschenhandel
zum Zweck sexueller Ausbeutung zu sein,
wie die Polizei mitteilt.
Die Frau habe eine afrikanische Staatsangehörigkeit.
Aus welchem Land genau wird in der Mitteilung nicht spezifiziert.
Die Polizei sucht die Passanten,
die die Frau ans Bundesasylzentrum verwies.
Strafen nicht streichen.
Das Cascadenmodell, das Sanktionen
nach Ausschreitungen rund um Fußballspiele
in der Schweiz regelt, ist in Basel umstritten.
Der große Rat will es abschaffen.
Die Basler-Regierung sagt jetzt jedoch
ein vollständiger Verzicht sei rechtlich nicht möglich.
Der FC Basel, den dieses Modell betrifft,
spielt heute Abend übrigens im Playoff-Rückspiel in Kopp-Mahagen.
Die FCB-Männer müssen gewinnen,
wenn es für sie in der Champions League weitergehen soll.
Mit unserem FCB Briefing
bist du immer aktuell informiert,
was beim FC Basel läuft.
Den Link zur Anmeldung findest du in den Show-Nodes.
Verlosung, gesponsert und präsentiert
von Seelenklang-Festival.
Gewinne Tickets für das Seelenklang-Festival 2025.
Am 13. September verwandelt sich das Sonnen-Badly-Binningen
in eine einzigartige Open-Air-Bühne,
voller Beats, Kunst, Begegnung und Basel-Weibs.
Das Festival bietet jungen DJ-Talenten
aus der Region eine Plattform
und bringt mit internationalen Hettleinern zusätzlichen Glanz.
Erlebe Musik, Kunst und kreative Energie.
Mit direkter Künstlerinteraktion
in einem liebevoll gestalteten Ambiente
mit spannenden Aktivitäten.
Seelenklang verbindet, sei dabei.
Den Link zur Verlosung findest du in den Show-Nodes.
Veranstaltungs-Tip.
Wie ging Basel mit Sexualität,
Moral und Skandalen um?
Der Frauenstadt-Rundgang.
Ein Blick durchs Schlüsselloch
zeigt ihr heute Abend Geschichten von verbotener Liebe,
Geheimen-Aphären und gesellschaftlichen Tabus.
Los geht's um 18 Uhr beim Blauenhaus am Rheinsprung 16.
Tickets erhältst du für 20 Franken.
Heute wird es schwühl, gewittrig, unangenehm, schwitzig.
Pack also vielleicht ein Leibli zum Wechseln ein.
Heb sorg.
PS, das nützliche zum Schluss.
Am 28. September stimmen wir über die Abschaffung des Eigenmiedwärts ab.
Vereinfacht gesagt,
ist, dass die Steuer die Hüßliebesitzer innen dafür zahlen,
dass sie in der eigenen Immobilie wohnen und sie nicht vermieten.
Doch die Vorlage ist kompliziert
und interessanterweise befürworten laut einer Tagmediaumfrage
zwei Drittel die Abschaffung,
obwohl über die Hälfte der Bevölkerung zur Miete lebt.
Ökonom beert hinterm Mann,
plädiert gegen eine Abschaffung.
Er glaubt, wenn es zu Steuerausfällen komme,
treffe es die Mieterinnen und Mieter härter.
Ich empfehle dir das Gespräch mit Bajur-Kollege
David Rutschmann zur Einordnung.
Und wenn du zu den Hüßliebesitzerinnen und Hüßliebesitzern gehörst,
kannst du deinen individuellen Fall
vom interaktiven Rechner bei Tabedia berechnen lassen.
PPS-Würdel mit Frenzi.
Wie das Lösungswort des heutigen Wordless
soll das eigene Zuhause sein,
wenn man unsere Nachbar-Innen fragt.
Viel Spaß beim Rätseln.
Die Bajur-Artikel des Tages.
Eigen-Mietwert.
Finanzieren Mieterinnen die Steuergeschenke
von Hüßliebesitzerinnen?
Von David Rutschmann, 27. August, 2025.
In Basel wohnen hauptsächlich Mieterinnen.
Sie profitieren laut Ökonom beerd hinter man,
nicht von einer Abschaffung des Eigen-Mietwerts.
Im Gegenteil, kommt es zu Steuerausfällen,
trifft es die Mieterinnen tendenziell härter.
Gefährliche Kreuzung.
Schulwegkarte des Kantons ist veraltet.
Von Valeri-Wendenburg, 27. August, 2025.
Die Kantonspolize nimmt eine interaktive Karte
über sichere Schulwege vom Netz,
die eine Orientierungshilfe für Eltern sein sollte.
Recherchen von Bajur zeigen auf,
dass die Karte veraltet ist
und fehlerhafte Informationen enthält.
Transa.
Ein Baumwippelpferd im Bahnhof.
Von David Rutschmann, 26. August, 2025.
Der outdoor-laden Transa zügelt vom Erschengraben ins Bahnhofgebäude.
Dort hat man nicht nur mehr Verkaufsfläche
und mehr Mitarbeiterinnen,
sondern auch den ersten Instaur Baumwippelpferd der Schweiz.
Danke für mein Versteuerlosen.
Nur mit dem freiwilligen Unterstützung
können wir das Briefing als Podcast polizeieren.
Wenn es sich falsch kann, kann es gerne mithelfen.
Dann du einfach in den Schonauts auf der Link-Clicks und Member-Wirsch.
Danke schön.